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Thronsaal von Nebelschleier

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Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Paarthurnax am So Mai 07, 2017 9:35 am

Festung Nebelschleier ist das politische Zentrum von Rift. Viele Historiker gehen davon aus, dass Rifton damals um die Festung herumgebaut wurde um ihre Bedeutung hervorzuheben. Die Ursprünge der Stadt sind aber über ihr zu finden. Denn hoch auf dem Berg thront die alte Nordruine der Schützburg. Die älteste Siedlung der Nords hier im Süden. Als schließlich der Drachenkult um den damaligen Hohepriester Rahgot immer mächtiger wurde, wichen die Menschen nach unten an die Ufer des Honrichsees aus um eine von Himmelsrands wichtigsten Städten zu errichten. Der Name "Nebelschleier" spielt vermutlich auf den dichten Nebel an, der sich oft morgens am Honrichsee bildet und die Stadt wie einen Mantel umhüllt. Der Thronsaal von Nebelschleier dient als Ort der Rechtsprechung und der Gelage zugleich. Vermutlich fanden die Menschen in alter Zeit in großer Not aufgrund seiner Größe hier Zuflucht. Dementsprechend gehört Nebelschleier mit Drachenfeste zu den einladendsten Residenzen eines Jarl in Himmelsrand. Hinter dem Thronsaal gelangt man direkt zu den Gemächern der Jarl.

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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Silja Schneeschuh am Di Dez 12, 2017 2:44 pm

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
15:35 Uhr

First Part


Erste Audienz Part 2

Der ganze Thronsaal war verstummt. Keiner konnte glauben, was Maven da verlangte. Sie wollte doch tatsächlich die Graubärte dazu auffordern, Verantwortung für diejenigen zu übernehmen, welche in eine verantwortungslose Welt hineingeboren wurden. Nicht nur, dass man Waisen dazu zwang ein Leben unter alten Männern zu führen, welche schon Jahrzehnte fernab der Welt lebten, man entriss den Waisen jegliche Freiheit auf ihre Gestaltung des Lebens. Aber der Nord war durchaus bewusst, was ihr Jarl vorhatte. Sie wollte das Waisenhaus loswerden und es gewinnbringender Einsetzen. Vielleicht für ein Geldhaus oder einem anderen schändlichem Gebäude, welches nichts als Profit und Geld erwirtschaften sollte. Die Waisen wären fort, die Graubärte beschäftigt und für den Erhalt der Stimme war auch gesorgt. Zumindest dachte Silja, dies wären die Argumente ihrer Jarl. Natürlich konnte sie falsch liegen, aber nah dran, war sie mit Sicherheit.
"Geliebte Jarl, ich bitte Euch um Verzeihung. Ich habe mit den Graubärten bisher kaum ein Wort gewechselt. Sie werden sicherlich nicht auf mich hören und mein Eindringen als töricht und störend empfinden", erklärte sich der ältere Mann und versuchte so seine Jarl von ihrem Vorschlag abzubringen.
Doch Maven sah nur genervt zu Klimmek und hätte ihn am liebsten angespukt und aus dem Thornsaal werfen lassen. Zumindest verriet ihr Blick das. Ihr Vogt an ihrer Seite musste nun die Wogen ein wenig glätten, um hieraus noch einen Kompromiss rauszuhandeln.
"Mein Jarl, wir sollten dies wohl mit den Graubärten persönlich besprechen. Klimmek scheint durchaus nicht in der Lage, für ihrer statt zu sprechen. Ich schlage vor, ihr gebt ihm eine kleine Spende, als Zeichen des guten Willens und lasst Klimmek von eurem Angebot berichten. Vielleicht gehen sie drauf ein", schlug Silja ruhig und konzentriert vor. Es vergingen einige Minuten. Maven saß auf ihrem Thron und hatte sich zurückgelehnt. Ihr Ellenbogen thronte auf ihrer Armlehne. Der Unterarm daran zeigte locker gen Decke, während Maven darüber nachdachte. Sie nahm einen großen Schluck aus ihrem Kelch, welcher gefüllt mit Altowein war. Sie machte einige Schmatzgeräusche mit dem Mund, ehe sie zu einer Antwort kam.
"Der Vorschlag meines Vogts klingt wohlüberlegt. Nun denn, Klimmek, tut wie Euch geheißen und lasst euch von der Wache an der Kornkammer einen Sack Weizen geben. Dieses werdet ihr zu Mehl verarbeiten und zu Brot backen. Ebenso erhaltet ihr ein kleines Fass mit Schwarzdorn Met...", erklärte Maven, ehe sie rüde unterbrochen wurde.
"Mein Jarl, die Graubärte trinken nicht...", versuchte Klimmek zu erklären und traf dabei den wütenden Blick der Jarl. Diese hasste diese Form von Respektlosigkeit und war sich ihrer neuen Macht in diesem Moment mehr als deutlich bewusst. Sie war zu einer Persönlichkeit herangestiegen, welche das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen konnte. Auch von diesem Einfaltspinsel Klimmek. Und sie war im Moment sehr gewaltbereit. Sie stand wütend auf und ging auf Klimmek zu. Die große Tafel war auf Wunsch von Maven entfernt worden. Während der Audienz wurde sie von den Wachen herausgetragen und offenbarte einen langen Gang zum Thron und derem Besitzer.
Maven setzte einen Schritt vor dem anderen, bis sie vor dem erstarrtem Klimmek zum Stehen kam. Ihr Abstand war gering. Beinahe berührten sich ihre Brüste, doch Maven ging nicht näher ran, als sie es musste.
"Hört mir zu, Ihr Ungeziefer. Ihr seid es nicht wert, dass ich meine Zeit mit Euch verschwende. Doch mein Vogt hat recht. Dennoch muss ich die Leute daran erinnern, dass ich das Sagen habe."
Die Schneeschuh konnte nur aus der Ferne beobachten, was zwischen den Beiden vor sich ging. Klimmek sah Maven nicht an und sah weiter zu Silja, welche versuchte aus seinem Blick zu lesen, was sie ihm sagte. Es folgte eine kurze Pause, ehe Klimmek angsterfüllt zu Silja sah. Er schluckte tief und senkte anschließend den Blick.
"Nun tut, wie Euch geheißen", befahl Maven lautstark und entfernte sich vom älteren Nord, welcher bereit zu gehen war.
Schlagartig sprang Silja von ihrem Stuhl auf und sah Klimmek hinterher.
Als dieser das Tor berührte, rief sie nach seinem Namen. Doch er rührte sich nicht mal. Er ging einfach weiter, während die Wachen das große Tor wieder schlossen.
"Was habt Ihr ihm gesagt? Welch böse Worte verließen diesmal Eure vergiftete Zunge", fragte die Nord zornerfüllt. Sie konnte sich einfach nicht zurückhalten. Ganz im Gegenteil. Sie kochte vor Wut und hatte die Hand schon am Knauf ihres Eisenschwerts, doch hielt sie sich noch zurück.
"Aber, aber, meine Liebe! Spricht man so mit seinem Jarl?"
Maven wies sie auf ihren Platz zurück, was gut für die Nord war. Es brachte sie in das Hier und Jetzt zurück, mit all seinen Komplikationen. Natürlich konnte sie das Fehlverhalten der Jarl anzweifeln, doch Befehle gab immer noch sie!
Die Nord schluckte tief, setzte sich und atmete noch mal tief und geräuschlos aus. Maven hatte sich unterdessen wieder hingesetzt.
"Nun erklärt Euch, mein Jarl. Was habt ihr dem armen Klimmek befohlen?"
Maven grinste mit einer Mischung aus Überlegenheit, Grausamkeit und Triumph. Die blonde Nord wusste nicht, wie sie dieser Frau die Stirn bieten konnte, doch irgendwann würde sich wieder eine Gelegenheit finden lassen.
"Seht selbst. Vor der Kornkammer. Es dürfte so eben geschehen", sprach Maven lächelnd und widmete sich ihrem Becher. Silja dagegen stand gereizt auf und verließ den Thronsaal, wissend dass sich Grausames vor der Kornkammer abtun würde.

Silja go to: Hafenviertel am Honrichsee
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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Silja Schneeschuh am Di Dez 19, 2017 1:40 pm

Silja Schneeschuh come from: Innenstadt und Marktplatz von Rifton

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
15:45 Uhr

Mit schwerem Herzen betrat sie wieder den Thronsaal und sah schon das Lächeln in Mavens Gesicht. Am liebsten hätte sie ihr auf die Schuhe gekotzt, doch zierte sich dies nicht für eine Dame von gutem Haus und zweitens war selbst Maven es nicht wert, dass man Verdauunginhalte über sie vergoß. Silja sah weiter gerade aus, den Blick stur auf ihren Sitz neben dem Thron gerichtet. Allein, dass sie für den Rest des Tages hier noch sitzen musste, erzeugte wieder Übelkeit. Doch sie setzte sich und atmete entnervt aus.
"Bereit für die zweite Audienz? So langsam kann ich mich an all das hier gewöhnen! Nun, was glaubt ihr?"
Silja sah ihrer Jarl in die Augen. Ihr Gesicht weniger als einen Meter entfernt, wodurch sie einen ungetrübten Blick auf ihr Anlitz hatte, doch ließ sich daraus nichts entnehmen. Es konnte Alles oder Nichts sein.
"Ihr fragt nach meiner Meinung", gab Silja ruppig herüber, um ihrer fehlenden Sympathie für Maven Luft zu machen.
Die Jarl lehnte sich ruckartig von Silja weg und sah sie streng an.
"Nanana, scheinbar braucht mein Vogt noch einige Lehrstunden in Etikette. Doch das wird schon. Nein, mein Kind, was ich euch fragen wollte war, ob ihr auch schon so gespannt darauf seid, wer zur zweiten Audienz heute kommen wird! Ich kann es ja kaum abwarten!"
So hatte Silja Maven noch nie erlebt. Es war, als würde sie in ihrer Rolle als Tyrannin völlig aufgehen.
Die Schneeschuh war zu Anfang so perplex, dass sie gar nicht wusste, was sie sagen sollte.
Kurz schloss sie die Augen, ehe sie zu ihrer Jarl sprach.
"Ihr wollte schon eine zweite Audienz am ersten Tag eurer Regentschaft halten?"
Maven schüttelte tadelnd mit dem Finger, ehe sie antwortete.
"Es heißt Herrschaft, mein Kind. Und ja, ich fühle gerade, als könne ich die Geschicke der Welt lenken! Das wird für ein paar bäuerliche Angelegenheiten schon reichen", sprach Maven hochmütig und selbstsicher. Die Vogt wollte ihr schon ins Wort fallen. Doch Maven achtete gar nicht weiter auf sie und richtete ihren Blick auf die Wache am Tor.
"Wache! Lasst den Nächsten herein!"


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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von NPC am Di Dez 19, 2017 9:37 pm

cf: Markarth - Flucht aus Reach

Betrid Silberblut rümpfte die Nase.
Auch in der gehobenen Oberstadt von Rifton stieg dann und wann fauliges Kanalwasser in die Atemwege. Nicht das es sie wunderte. In Markarth war man von derlei Gerüchen auch nicht gefeit. Mit einer Gänsehaut dachte sie an die Gerber zurück, deren Zunft der Vater des neuen sogenannten künftigen Jarls von Reach entsprungen war. Auch die Dämpfe die dann und wann aus den dwemerischen Röhren in der Stadt aus Stein schossen, waren nicht angenehm. Aber das hier noch weniger. Das jetzige Oberhaupt des Hauses Silber-Blut würde sich daran gewöhnen müssen. So wie sie sich auch an die letzten Unannehmlichkeiten hatte gewöhnen müssen. Ihrer Familie war kurz vor dem Sturz ihres Mannes Thongvor die Flucht aus Reach gelungen. Die Silber-Blut hatten schon immer die Möglichkeit eines Sturzes in Reach in Betracht gezogen. So stand eine Kutsche bei den Ställen bereit, die als Fluchtmittel für den schlimmsten Fall der Fälle diente der nun eingetreten war. Als Bäuerin in armselige Klamotten verkleidet, war Betrid mit fünf Männern kurz nach der Belagerung einschließlich Nepos der Nase, ihrem 20 Jahre alten Sohn Thorvar Silber-Blut und drei weiteren Silber-Blut Schergen über die westliche Grenze von Reach nach Hochfels geflohen. Dies war der einzige Teil von Reach der von den Widdern  insofern nicht kontrolliert wurde, als sie zuerst Ihre Aufmerksamkeit auf die Eroberung der Stadt gelegt hatten. Dagegen begegneten ihnen leider versprenge Haufen der Abgeschworenen die im bretonischen Teil von Reach Schutz suchten. Da sie sich allerdings noch nicht reorganisiert hatten, blieb es bei kleinen Schafmützeln die hauptsächlich aus Pfeilwechseln bestanden. Als Thorvar schließlich mit den Schergen mehrere von ihnen, darunter ein Dornenherz, aufschlitzte, ließen sie sie n Ruhe. Den bretonischen Teil von Reach ließen sie schnell hinter sich, so auch die wrothgarischen Berge mit seinen wilden Grünhäuten. In Immerfort konnten sie eine Weile ruhen. In dem Fluchtwagen war eine große Kiste mit Gold beladen gewesen. Thongvor und Thonar hatten tatsächlich an alles gedacht. Es kostete Betrid Mühe die Tränen wegzudrücken. Keine Nacht verging wo Betrid Windspalters Namen verfluchte. Für all das was er ihrer Familie angetan hatte. Aber die Silber-Blut würden nach Reach zurückgekehrten. Dafür würde sie sorgen. Eine erste richtige Verschnaufpause bekamen sie in Immerfort. Auch wenn der bretonische Luxus Betrid mehr als das nordische Barbarentum zusagte, hatte sie nicht vor in Immerfort alt zu werden. Denn sie hatten hier keine Beziehungen. Der Gedanke wurmte sie einmal nicht das Sagen zu haben. Auch die Männer allen voran Thorvar sehnten sich nach Himmelsrand zurück. Aber wohin gehen? Thorvar schlug Ostmarsch vor. Sein Vater und ihr Mann waren Verbündete von Jarl Ulfrik Sturmmantel gewesen. Wer wenn nicht er würde als Gegner von Hal Windspalter sie besser aufnehmen können. Das war zwar richtig und leuchtete Betrid ein. Doch andererseits waren Ulfrik und die Silber-Blut selbst bei konservativen Nord in Reach verhasst. Windspalter hatte zu ihrem Bedauern genau bei jenem gemeinen Pöbel einen Nerv getroffen. Ulfrik würde Reach nur mit Feuer und Schwert einnehmen können, was angesichts der gewachsenen und organisierten Stärke der Widder mehr als zweifelhaft war. Nein das letzte Mal als Reach auf diese blutige Weise erobert worden war, hatte es einer riesigen Invasion wie der des alessianischen Kaiserreichs bedurft. Betrid brauchte die Legionen des Kaisers, die Hilfe der anderen dem Kaiserreich wohlgesinnten großen Jarltümer wie Haafingar, Weißlauf und Rift. Und nicht zuletzt die Thalmor. Alles Fraktionen mit denen Hal Windspalter und sein isoliertes Reach verfeindet war oder verfeindet sein würde. Nur leider waren die Kontakte der Silber-Blut zu dem Kaiserreich und den Thalmor nicht die besten. Betritt war anders als Thongvor und Thora nie die enthusiastischste Talos-Anhängerin gewesen, sodass sie die geringen Kontakte zu Aldmeri-Bund und Kaiserreich bedauert hatte. Auf diese Karte musste sie setzen, wenn sie sich an Windspalter rächen wollte. Aber dafür brauchte sie einen Kontaktmann oder besser eine Kontaktfrau die ihr Zugang zu jenen Akteuren verschaffte. „Maven Schwarz-Dorn“ sagte sie laut in dem Raum, als sie eine vorzüglich gebratene Kalbsbrust in ihrer sehr gehobenen Unterkunft  beim Abendessen in Immerfort in Scheiben schnitt. „Wir werden zu meiner alten Freundin Magen gehen. Sie kann unseren Namen bei General Tullius und Botschafterin Elenwen reinwaschen.“ „Warum sollte sie Mutter?“ fragte Thorvar zweifelnd und brach einen Leib Brot. Sie hatten im nordischen Viertel in Immerfort Gerüchte von dem anstehenden Jarlthing in Markarth aufgeschnappt. Betrid glaubte zwar das Reburrus der dort geblieben war die Wahl in ihrem Sinne zu Igmunds Gunsten manipulierte, doch musste sie den Sieg Windspalters in Betracht ziehen. „Wenn Windspalter gewinnt... und davon gehe ich leider aus dann müssen wir den als Verbündeten nehmen der den Bürgerkrieg am wahrscheinlichsten gewinnen kann. Ulfrik hat Rift und Reach an Maven und Windspalter verloren. Ob er seine Niederlage mit einem Sieg in Weißlauf wettmachen kann ist mehr als fraglich. Seien wir realistisch mein Sohn. Wir brauchen neue Verbündete.“ Und diese würde ihre alte Freundin Maven ihr verschaffen. Obwohl sie zuvor zwei verschiedene Lager im Krieg unterstützt hatten, hatten die Häuser der Silber-Blut und der Schwarz-Dorns vor Jahren einen freundschaftlichen Nichtangriffspakt geschlossen. Den Silber-Blut gehörte das Erz, den Schwarz-Dorns der Met. So hatten Sie Himmelsrand unter der Nase von Tullius und Ulfrik aufgeteilt. Maven würde ein großes Interesse daran haben wieder Marktzugang nach Reach zu bekommen. Und den würde ihr Windspalter kaum verschaffen. Anders allerdings eine alte Freundin... Im Gegenzug würde sie den Kontakt zwischen Betrid und den Thalmor herstellen und die Silber-Blut beim Kaiserreich rehabilitieren. Das Kaiserreich würde wohl kaum einen Versager wie Igmund nochmal unterstützen, nachdem dieser und seine Familie so oft versagt und dem Kaiserreich Verluste beschert hatten. Es brauchte eine Alternative. Und die Silber-Blut waren diese Alternative. Und Maven hatte die Kontakte. War oft bei den Bällen der Thalmor in deren Botschaft eingeladen. Hatte Kontakte in die Kaiserstadt und nach Haafingar. Sie war Betrids einzige Hoffnung gegen diesen Bastard zu bestehen.... So fuhren sie nach einer Woche des Verschnaufen von Immerfort südwärts nach Hammerfell. Immer in Reichweite zu der Grenze zu Himmelsrand. Passierten Drachenstern und wagte es erst bei Elinhir wieder Himmelsrand über das Jarltum Falkenring zu betreten. Dort hörten sie auch schon die Kunde das Hal Windspalter das Thing gewonnen hatte, und sich nun darauf machte den Weg der Jarl zu besteigen. Auch wenn Thorvar hoffte er möge auf der Karthkrone verunglücken, rechnete Betrid schon mit seinem Sieg. So wie sie seinen Sieg beim Jarlthing geahnt hatte. In der Sorge von den Kaiserlichen als Faustpfand gegen Ulfrik festgenommen zu werden, behielten sie bis zum Grenzposten von Rift an den östlichen Ausläufern des Jarltums Falkenring ihre erbärmliche Maskerade bei. Zuvor hatte Betrid einen Raben mit einer Nachricht an die Schwarz-Dorn Brauerei geschickt. Das fiel weniger auf. Und als sie den Wachen von Rift in ihren purpurnen Rüstungen und den gekreuzten Dolchen auf den Schildern einen Brief mit einer alten Einladung samt Unterschrift Mavens zeigte, ließ man sie wortlos passieren. Man erwartete sie also bereits. In Ivarstatt logierten sie im besten Zimmer des Gasthauses Vilemyr wo sie sich endlich von der stinkenden Bauernkleidung befreiten. Betrid fühlte sich wie neugeboren als sie ihre feinsten Kleider und ihren besten Schmuck anzog, um Maven nach so langer Zeit als Jarl von Rift ihre Aufwartung zu machen. Und so kam es das sie mit Thorvar in Rifton mit einem erleichterten Gefühl ankam, und strahlend nach Erhalt einer Audienz in den Thronsaal von Festung Nebelschleier schritt. Thorvar in seiner besten Rüstung neben ihr. Maven sah großartig aus in ihrer feinen Tunika und dem goldenen Diadem aus zwei aus Amethysten bestehenden kreuzenden Dolchen die in der Mitte prangte. Zu ihrer Rechten stand eine junge blonde Nord, die wohl Mavens Vogt war. Betrid beachtete sie nicht weiter. Ihre Aufmerksamkeit galt nur ihrer alten Freundin der Jarl, vor der sie und Thorvar gemäß der Etikette eine elegante Verbeugung machten die weder zu anbiedernd noch zu spöttisch wirkte. Dann erhob Betritt die Augen und sprach kraftvoll jene Worte. „Heil dir, Maven Schwarz-Dorn, Jarl von Rift.“ Die war die niedrigste aber üblichste Form der Anrede von Adeligen in Himmelrand, sofern diese gut befreundet waren und einer von diesen Jarl war. In diesem Fall ließ man das „Ihr“ weg. An Magen war es nun den Gruß zu erwidern.
"Wir kommen zu dir als Flüchtlinge, meine Liebe." sagte die Silberblut. "Hal Windspalter ist wie ein räudiger Hund aus den Bergen gekommen und hat Thongvor ermordet. Und er wird vor Reach nicht Halt machen, jetzt wo der Pöbel ihn zum Jarl gewählt hat." sagte sie und blickte sich im Thronsaal umher. "Er ist ein zweiter Ulfrik Sturmmantel. Ja ich weiss Thongvor war für Ulfrik. Aber einer reichte schon. Ich hatte immer meine Bedenken wie du weisst. Aber Frauen sind oft schlauer als Männer. Wie dem auch sei. Windspalter ist als Jarl eine Gefahr. Auch für dich!"
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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Silja Schneeschuh am Di Jan 23, 2018 2:30 pm

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
15:50 Uhr

Entnervt atmete Silja aus. Eine weitere Audienz wollte und konnte sie nicht ertragen. Nicht, nachdem Klimmek der Stimme beraubt worden und zu ewigem Schweigen verdammt worden war. Sie wollte niemanden mehr leiden sehen. Doch was von den Toren der Festung auf den Thron zulief, war genauso schrecklich. Es war die Familie Silberblut oder was von ihr übrigen geblieben war. Schon vor Tagen kam ein Bote mit der Nachricht, dass die Silberbluts jeglichen Besitz verloren hatten und Hal Windspalter zum Jarl gekrönt worden war. Über diesen Windspalter kamen sehr viele Berichte, weswegen sie sich die Vogt von dem neuen Jarl von Reach ein gutes Bild machen konnte. Scheinbar verschmähte er sowohl Kaiserreich, als auch Ulfric Sturmmantel, was sie zum Grübeln brachte. Windspalter musste einige Verbündete haben, sonst könnte er nicht gegen diese beiden großen Parteien aufbegehren. War es das? Lag die Lösung in seinen Verbündeten? Nein, so einfach konnte man nicht Jarl werden. Es musste mehr dazu gehören, als nur Unterstützung zu haben. Doch gaben die Berichte keinen weiteren Hinweis. Sie musste mit dem Jarl von Reach selbst sprechen. Nur so könnte sie vielleicht zu einer Lösung für ihr eigenes Fürstentum finden. Doch bisher war sie so vernebelt, wie es Mavens Verstand nach dem Tag ihrer Krönung wurde. Dies zeigte sich besonders im Umgang mit den Silberbluts.
"Gegrüßt seid Ihr, Betrid Silberblut und ebenso dein Sohn, Thorvar Silberblut. Mein Beileid geht an deinen verlorenen Gatten. Möge er seine letzte Schlacht in Sovngarde schlagen", gab Maven mitleidsvoll von sich.
Die junge Nord hätte gerne ein paar Bemerkungen gemacht, doch unterließ sie es. Das Gespräch dieser zwei Schlangen strengte sie an und mit jedem Wort aus ihren zwischenden Mündern, wurde sie ungehaltener. Sie musste sich ablenken und ging nochmals die Berichte durch. Währenddessen sprach Maven weiter.
"Meine Liebe, komm und setzt dich zuerst an meine Tafel. Deine Reise muss hart und unangemessen gewesen sein. Sei dir meines Schutzes sicher", sprach Maven und setzte Betrid auch noch direkt gegenüber von Silja. Die Nord musste einfach aufsehen und Betrid mit freundlichen Worten begrüßen, auch wenn ihr schlecht dabei wurde. Auch ihr Sohn blieb nicht vor einer Begrüßung ihrerseits verschont und setzte sich.
Nachdem sie eine Weile gesessen haben und Komplimente ausgetauscht hatten, kam Maven zum eigentlich Thema zurück.
"Nun, Betrid. Wie du weißt, bin ich die Jarl von Rift. Solange hier in meinem Fürstentum und dem Schutz meiner Familie bleibt, soll euch kein Haar gekrümmt oder gar berührt werden. Ihr werdet in meinem Haus Gut Riftwald unterkommen."
Plötzlich sah Silja die Jarl eindringlich an. Maven hatte nach Mercers Verrat das Anwesen der Diebesgilde vermacht. Und seitdem hatten nicht nur Brynjolf und sie es sich dort gemütlich gemacht. Einige Diebe planten von dort aus Einbrüche und Überfälle. Auch hatte es einen geheimen Zugang, was ein ungesehenes Ein- und Ausgehen ermöglichte. Doch mit dem heutigen Tage war dies vorbei.
"Mein Vogt wird alles in die Wege leiten. Noch bis heute Abend ist Gut Riftwald für euch vorbereitet."
Silja versuchte Maven mit ihren Blicken deutlich zu machen, dass sie es sich mit dieser Aktion mit der Diebesgilde verscherzen würde, doch war die Jarl blind für solche Kommunikation.
Die Vogt nickte nur und schrieb es sich auf eine Liste, welche den Titel "Aufgaben für das Jarltum" trug. Sie noch nicht allzu lang, doch vielen Maven von Tag zu Tag mehr Dinge ein, die sie ihr auftragen konnte. Selbst Tätigkeiten des Jarl, welche Maven verabscheute, musste sie übernehmen.
"Und für euren Thongvor habe ich ebenso eine gute Aufgabe. Die Rotbauchmine liefert seit einigen Tagen keine Erze mehr nach Rifton. Würdet ihr dort die Leitung übernehmen und die Lieferungen wieder fortsetzen?"
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Festung Nebelschleier

Beitrag von NPC am Mi Jan 24, 2018 10:19 am

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
16:00 Uhr

Betrid Silber-Blut war wie ihre Freundin Maven in der Lage sofort Leute nach dem Grad ihrer Nützlich- oder Gefährlichkeit einzuschätzen. Und diese junge, blonde Nord da, die wohl der Vogt war stufte Betrid zwecks ihrer sofortigen Abneigung weniger in die erste denn in die zweite Kategorie. Gefährlich. Nur ein Dummkopf sah nicht sofort das diese junge Viper was im Schilde führte. Betrid würde sie im Auge behalten. Sie schenkte am Tisch Maven einen sehr dankbaren Blick zu. "Danke meine Liebe." hauchte sie vertrauensvoll. "Deine Unterstützung wird der Anfang vom Ende der sehr kurzen Windspalter-Dynastie sein." fügte sie verschlagen lächelnd hinzu. Sie merkte sofort das der Gedanke der jungen Nord das Betrid ihre neue Residenz in Gut Giftwald bezog, dieser nicht passte. "Ich werde von unseren neuen Sitz aus mich augenblicklich um die Instandsetzung der Minen kümmern."versprach sie Maven ohne zu blinzeln. Sie warf dann einen gebieterischen Blick auf ihren Sohn der schweigsam zu ihrer linken saß. "Thorvar du wirst die Männer nehmen und in der Rotbauchmine aufräumen. Abgeschworene werden es ja nicht sein. Also erwarte ich das die Mine wieder voll funktionsfähig ist." Ihr Sohn nickte nur stumm.
Lächelnd zog sie ein Pergament hervor. "Ich war noch in der Lage aus Markarth das hier zu retten." sagte sie stolz und legte Maven die Liste vor. "Thongvor und ich haben streng Inventur über alle bekannten Minen in Himmelsrand gehalten. Neben der Rotbauchmine gibt es in Rift nordöstlich von Shor´s Stein noch eine andere die laut unseren Berichten zufolge Eisenadern hat und mit dem Namen Nordwindmine nach dem Berg benannt ist an dem sie liegt. Und direkt vor deiner Haustür liegt in Ostmarsch die Goldfelsmine in der Dunkelwasser-Kreuzung." sagte sie sehr zufrieden. "Ich weiss ja nicht ob Ulfrik sie wirklich braucht. Wir brauchen sie vielleicht mehr." sagte sie mit arroganten Lächeln in Richtung der jungen Nord.
Entspannt lehnte sie sich zurück und blickte Maven lächelnd an. "Mit dem Met und den Minen können wir Windspalter bereits wirtschaftlich zugrunde richten. Jetzt wo der Winter vor der Tür steht...." begann sie und sah mit leuchtenden Augen ihre Heimat unter einer weißen Decke von Schnee und Eis liegen. "Wird Markarth weniger von Händlern aufgesucht, die auf den Straßen durch die Schluchten Schwierigkeiten haben werden durchzukommen. Windspalter wird genug zu tun haben um die vielen Mäuler zu stopfen. Und in Zeiten wie diesen braucht das Volk was zu trinken. Wenn man die Preise für Met für Reach in unverschämte Höhe treibt, wird das Volk unruhig. Und danach lässt man den Dingen freien Lauf.
Und die Preise für das Erz kann man billiger ansetzen, sodass die anderen Jarltümer bei uns und nicht bei Windspalter kaufen. Wir haben zwar nicht so viele Minen wie er aber genug Eisen für den Krieg um mit dem Preis runterzugehen. So fangen Rebellionen an."
beendete sie triumphierend ihren Satz. Nur um danach das Glas zu erheben.
"Und wir werden etwas tun müssen meine Liebe... Windspalter hat nicht mit Thongvor und Igmund aufgehört. Oh Nein... Er wird weitermachen bis auch die letzte adelige Familie vertrieben ist um sein Himmelsrand aus lauter Emporkömmlingen und Vagabunden zu schaffen." Und bei diesen Worten blickte sie mit funkelnden Augen die junge Nord an, als sie den köstlichen Met in ihre Kehle herabrinnen liess.
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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Silja Schneeschuh am Mi Jan 24, 2018 11:22 am

Betrid's Rachedurst war unübersehbar. Sie hasste Hal Windspalter für alles was er getan hatte und wahrscheinlich auch für seine bloße Existenz. Verständlich war es, da Betrid nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre gesamte Lebensgrundlage verloren hatte. Ehemann verstorben, die Schatzkammer geplündert und von den eigenen Leuten aus dem Land gejagt. Sie war tief gefallen und dennoch wollte Silja ihren erneuten Aufstieg verhindern. Sie wurden bestimmt nicht ohne Grund verjagt.
Und die Schleimerei Betrid's Maven gegenüber waren einfach fürchterlich. So hatte sie sich den Adel Himmelsrand niemals vorgestellt. Zumindest nicht den von Himmelsrand.
Jedenfalls war es gar nicht so schlimm, dass die Rotbauchmine jemand bekam, der sich mit ungewöhnlichen Problemen auskannte. Gerüchte besagten, dass Spinnen die Mine befallen hatten, doch gab Maven Nichts auf solche "Ausflüchte, um vor der Arbeit zu fliehen".
Silja spürte deutlich, wie häufig der Blick von Betrid auf ihr ruhte. Selbst als sie den Thronsaal betreten hatte, war die Missgunst für einen kurzen Moment sehr präsent, doch mit dem Anblick Maven flachte es wieder ab und ging über in Wohlgefallen der Jarl gegenüber.
Die Silberblut holte ein Pergament heraus, worin sämtliche Minen von Himmelsrand verzeichnet waren. Sogar mit deren Erzvorkommen und die mögliche Ausbeute! Selten hatte Silja eine Liste gesehen, welche so lang und doch so detailliert war. Die Adelsfamilie musste wohl in allen Minen Spitzel haben oder zu einer anderen Zeit alles ausspioniert haben. Anders wäre diese Liste gar nicht möglich zu erstellen. Ein Grund mehr, dieser Frau zu Misstrauen.
Doch je weiter Betrid sprach, umso mehr konnte sich die junge Nord nicht mehr zurückhalten. Maven hatte bisher nur geschwiegen und zugehört, was ihr eine günstige Gelegenheit gab.
"Bei allem Respekt, meine Jarl. Die Nordwindmine ist sicher eine gute Möglichkeit, um an zusätzliche Erze für die Schmiede zu gewinnen, doch würde ich mich nicht darauf verlassen, dass Ulfric die Goldfelsmine schutzlos lassen wird. Es herrscht Krieg und Gold ist eines wichtigsten Güter in Zeiten wie diesen."
Maven besah sich kurz der Vogt, welche unangesprochen ihre Meinung sagte und sah in den blauen Augen die Starrsinnigkeit und den Mut einer Nord. Prüfend sah sie noch eine Weile an, ehe sie Betrid antwortete.
"Auch wenn mein Vogt sein Schnäbelchen gerne mal ungefragt aufmacht, ist ihr Geschnatter dennoch überzeugend. Wir beschränken uns zunächst auf die Nordwindmine, wie auch die Rotbauchmine. Sollten wir anschließend noch Kapazitäten haben, werde ich einen Kundschaftertrupp losziehen lassen, um sich von der Goldfelsmine einen Überblick zu verschaffen", sprach Maven endgültig und sah ihre Vogt mit einem anerkennenden Blick an. Das verwirrte Silja sehr, da sie es bisher nicht für möglich gehalten hatte, dass ihre Jarl solch Verhalten an den Tag legen konnte. Oder war es ein Spiel von Maven? Wollte sie sie einlullen und auf ihre Seite ziehen? Oder wollte sie sie in Sicherheit wiegen und anschließend von der Klippe stürzen? Bei dieser Frau war alles möglich. Der Kopf des Blondschopfes fing an zu schmerzen und sie widmete sich wieder Betrid zu, auch wenn dies nicht weniger nervenzehrrend war.
Die Nord hörte sich den Plan zur Zerstörung von Markarth bis zum Schluss an und auch die Jarl blieb schweigsam und überlegte.
"Meine Jarl, dürfte ich hierzu meine Meinung sagen?"
Maven sah sie eindringlich an, beinahe so, als würde sie versuchen ihre Gedanken zu lesen.
"Du hast heute genug von dir gegeben. Nun schweig und schreib den Plan von Betrid mit. Ich möchte ihn später in allen Einzelheiten lesen können."
Silja senkte den Kopf und widmete sich ihrer Aufgabe zu. Und wiedermal hatte sich Maven's Verhalten wieder völlig verändert. Die junge Nord wusste nicht, wie sie jemanden mit solchen Fähigkeiten entgegen kommen sollte. Immer war sie ihr einen, wenn nicht sogar zwei, Schritte voraus und kam mit jedem Wimpernschlag mit einem neuen Verhalten.
Doch Silja war froh, dass sie was zu tun hatte und hörte beiläufig wieder mit.
"Meine Liebe. Dich vermag er vielleicht von deinem Platz zu drängen. Doch hier in Rift habe ICH das Sagen und mein Wille ist Gesetz! Hal wird es nicht wagen hier einzufallen und seine Revolte auszudehnen. Zudem gibt es zwei weitere Fürstentümer, an denen er vorbei müsste. Balguruf wird ihn vielleicht anhören, aber dieser...wie hieß er noch gleich? Aasgeier? Wie dem auch sei. Ich werde einen Brief an ihn zukommenlassen, in dem ihm nahelege um Reach einen großen Bogen zu machen. Somit wäre Reach auch von Holzlieferungen aus Falkenring abgeschnitten. Mögen sie erfrieren, in ihren Häusern aus Stein", lachte Maven und hoffte, dass Betrid ebenfalls in ihre Lachekstase miteinstimmte.
Silja verstand nur den Blick von Betrid nicht. Ihre Familie war adelig und somit hatte sogar mehr Besitzansprüche an das Jarltum, als die Schwarzdorns. Doch Maven besaß wirtschaftliche und politische Macht und selbst mit der Diebesgilde stand sie in Verbindung. Ihr würde dieser Blick eher zuteil werden müssen.
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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von NPC am Mi Jan 24, 2018 12:17 pm

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
16:15 Uhr

"Welches Spiel spielst du?" dachte Betrid als die junge Nord sich einmischt. Es unverkennbar das die junge Vogt und sie nun um Mavens Gunst konkurrierten. Nun denn. Dann sollte es eben so sein. Betrid war gut in solchen Dingen. Und man tat ihr Unrecht sie zu unterschätzen. Sie zügelte sich und aß von dem köstlichen Rehbraten der vor ihr auf dem Tisch stand. "Das sollte kein Problem sein." bestätigte sie. "Beide Minen liefern Eisen. Das sollte uns zugutekommen." Ein Teil von Mavens Erfolgsrezepts war ihre Unberechenbarkeit. Sie würde versuchen sich auch diese anzueignen. Berechenbarkeit war eine Gefahr. Und eine Eigenschaft die die Silber-Blut zulange anheim gefallen war. "Siddgeir ist nicht zu trauen." überlegte sie laut als Reaktion auf Maven nach Minuten des Schweigens, in denen sie aß und trank. "Er ist ein Wendehals der sogar mit Banditen verkehrt. Er wird selbst dann Holz an Hal liefern, wenn das Kaiserreich es ihm verbietet. Bei Balgruuf stimme ich dir zu. Wir müssen ihn im Auge behalten. Dennoch..." sie wischte sich den Mund mit einem Tuch ab. "...rate ich dir Windspalter nicht zu unterschätzen. Er geht anders vor als Ulfrik. Er wird wenn er seinen eigenen Grundsätzen treu bleibt mit seinen gehörnten Rumtreiber keinen Schritt aus Reach machen. Eher wird er Aufständische unterstützen die sich gegen dich auflehnen, meine Liebe. Wenn es in Rift jemand gibt der seine Ideale teilt, wird er keine Minute zögern diese Person oder Gruppe zu unterstützen." Sie legte die Hände auf den Tisch und sah ihre Freundin dankend an."Das du in der Lage bist jeden der es wagt Hand an die rechtmäßige Herrschaft der Jarl von Rift zu legen wie einen Wurm zu zertreten, daran habe ich keinen Zweifel. Sorgen macht mir indes der Pöbel. Er ist leicht zu beeinflussen und hängt sein Fähnchen gern nach dem Wind. Genau das ist uns in Reach passiert..." sagte sie und warf der Vogt einen misstrauischen Blick zu.
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Re: Thronsaal von Nebelschleier

Beitrag von Silja Schneeschuh am Mo Feb 05, 2018 10:00 am

Fredas, der 13. Abenddämmerung 4Ä 201
16:30 Uhr

Jeder sah sie so an, wie es Betrid. Neugierig und lauernd. Wie der Blick eines Khajiit, der merkte, dass jemand irgendwo sein Häufchen hingesetzt hatte. Also Silja: Wo liegt dein Häufchen?
Doch sie hatte keines. Es war lediglich ein Furz im Wind von einer Idee. Nur wenige Ideen, welche kaum ausgearbeitet oder von vornherein unrealistisch oder zum Scheitern verurteilt waren.
Doch galt es vorerst Betrid Paroli zu bieten, um der Nord aus dem Westen zu zeigen, dass Rifton ihre Hilfe nicht bräuchte.
Silja war der Hunger vergangen und sie hörte aufmerksam den Damen zu, welche auch schon langfristige Schritte planten.
Erst die Minen von Ulfric. Anschließend war Balguuruf dran und zum krönenden Abschluss Hal Windspalter. Diese Frau würde Maven noch dazu überreden dem Kaiserreich den Rücken zu kehren. Doch musste sich Silja diesbezüglich keine Gedanken machen. Die Jarl von Rifton würde das Kaiserreich immer in höchsten Tönen loben, bis sie selbst eine hohe Stellung in jenem innehatte.
Plötzlich wurde Silja hellhörig. Betrid hatte genau dies ausgesprochen, was sie gedacht hatte. Die Verbindung mit Hal könnte ihr einige Vorteile bringen, um Maven loszuwerden. Doch hätte Betrid nun genau auf solche Personen aufmerksam gemacht.
"Niemand, in meinem Jarltum wird es wagen, sich mit jemandem wie Windspalter zu verbünden. Dafür sind sie viel zu verängstigt. Glaube mir, liebste Betrid, wenn ich dir sage, du brauchst die keine Sorgen vor dem einfachen Volk machen."
Und damit hatte Maven leider recht. Nach dem heutigen Tage würde niemand mehr sich gegen ihre Jarl erheben. Zumindest nicht offen.
Der misstrauische Blick lag immer noch auf ihr. Sie musste hier endlich raus und etwas tun!
"Entschuldigt, meine Jarl. Ich werde nun meinen weiteren Pflichten nachkommen und alles für die Anwesenheit unserer Gäste vorbereiten lassen", sprach Silja ruhig, verbeugte sich und verließ den Thronsaal. Ihr Weg führte sie quer durch die Stadt, direkt zum Geheimweg in die Zersplitterte Flasche.

Silja go to: Zersplitterte Flasche - Zisterne
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